Die Methode folgt dem Anliegen, oder

Eine Beraterin kommt mit einem ausgefeilten Konzept in die Sitzung – und merkt erst nach zwanzig Minuten, dass ihr Gegenüber ein völlig anderes Anliegen mitgebracht hat. Das Konzept war gut. Nur nicht für diesen Moment. In diesem Artikel möchten wir einige Anregungen geben, warum wir bei kantaa konsequent auf das Prinzip setzen: Die Methode folgt dem Anliegen – nicht umgekehrt.

Die Bedeutung der Fragestellung

Eine erfolgreiche Beratung oder Unterstützung beginnt immer mit einer guten Fragestellung. Diese bildet das Fundament für den gesamten Prozess und bestimmt somit auch die Methode. Denn je nach Fragestellung und Anliegen der Klient:in ist eine andere Methode geeignet. Es macht keinen Sinn, eine Methode zu verwenden, die nicht auf die Fragestellung oder das Anliegen der Klient:in zugeschnitten ist. Daher ist es wichtig, sich Zeit für die Entwicklung der Fragestellung zu nehmen und sie gemeinsam mit der Klient:in zu erarbeiten.

Die Bedeutung des Anliegens

Das Anliegen der Klient:in sollte immer im Vordergrund stehen. Als Berater:innen sollten wir uns fragen, welche Fragestellungen die Klient:in hat und welche Ziele sie erreichen möchte. Eine Methode, die in einem Fall hilfreich war, kann in einem anderen Fall möglicherweise nicht die gewünschten Ergebnisse liefern.

Wir müssen uns bewusst sein, dass jede Klient:in eine individuelle Geschichte und Persönlichkeit hat. Eine Methode, die bei einer Klient:in gut funktioniert hat, muss nicht zwangsläufig bei einer anderen Klient:in zum Erfolg führen. Deshalb sollten wir immer auf die Bedürfnisse und Anliegen der Klient:in eingehen und eine Methode wählen, die zu ihm passt.

Die Wahl der Methode

Es gibt eine Vielzahl an Methoden und Ansätzen, die bei der Arbeit zwischen Helfer:in und Klient:in eingesetzt werden können. Jede Methode hat ihre eigenen Stärken und Schwächen und ist für bestimmte Fragestellungen und Anliegen besser geeignet als für andere. Es gibt jedoch einige Methoden, die für viele Fragestellungen und Anliegen geeignet sind, wie beispielsweise die lösungsorientierte Beratung oder das systemische Arbeiten. Es ist daher wichtig, sich mit den verschiedenen Methoden vertraut zu machen und sie gezielt einzusetzen.

Doch welche Methode wir letztendlich wählen, hängt von den Anliegen der Klient:in ab. Wir sollten uns fragen, welche Methode am besten geeignet ist, um der Klient:in zu helfen, seine Bedürfnisse zu erfüllen und seine Ziele zu erreichen.

Die Bedeutung der Beziehung zwischen Helfer:in und Klient:in

Wie wichtig ist die Beziehung zwischen Helfer:in und Klient:in bei der Wahl der Methode? Die Beziehung ist von entscheidender Bedeutung. Eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Helfer:in und Klient:in ist die Grundlage jeder erfolgreichen Zusammenarbeit. Wenn die Klient:in der/dem Berater:in vertraut, ist sie offener und bereit, an sich zu arbeiten.

Eine gute Beziehung zwischen Helfer:in und Klient:in ist jedoch nicht ausreichend, um den Klienten zu unterstützen. Wir müssen auch die passende Methode wählen, um die Bedürfnisse der Klient:in zu erfüllen. Eine Methode, die für einen Klienten gut funktioniert hat, kann für eine andere Klient:in möglicherweise nicht geeignet sein, auch wenn die Beziehung zwischen Helfer:in und Klient:in gut ist.

Die Arbeit zwischen Helfer:in und Klient:in ist ein Prozess, der Zeit und Geduld erfordert. Es ist wichtig, dass sich die Klient:in verstanden und unterstützt fühlt, damit sie Vertrauen aufbauen und sich öffnen kann. Hierbei ist es von großer Bedeutung, eine positive und unterstützende Atmosphäre zu schaffen und auf die Bedürfnisse der Klient:in einzugehen. Dabei spielt auch die Methode eine wichtige Rolle. Denn je nach Methode kann der Prozess unterschiedlich verlaufen. Einige Methoden sind beispielsweise stärker auf die Vergangenheit der Klient:in ausgerichtet, während andere Methoden stärker auf die Zukunft ausgerichtet sind.

Fazit

Wenn Berater:innen ihre Methode über das Anliegen stellen, verlieren sie den Kontakt zu dem, was wirklich gebraucht wird. Unser Ansatz setzt deshalb auf methodische Flexibilität und eine sorgfältige Auftragsklärung zu Beginn jedes Prozesses. Das erfordert ein breites Repertoire – aber vor allem die Bereitschaft, im Moment wirklich zuzuhören. Was Ihr Anliegen braucht, klären wir gerne gemeinsam – in einem Erstgespräch ohne Verpflichtung.

Welche Methode für Ihr Anliegen sinnvoll ist, klären wir am liebsten im direkten Gespräch. Unser Portfolio umfasst Supervision, Coaching, Moderation und Mediation – alle Angebote finden Sie unter Leistungen. Für ein erstes unverbindliches Gespräch: Kennenlerngespräch.

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